Advent, Advent..
Es hilft nichts. Jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit denke ich: diesmal bleibst du cool. Weihnachten ist ok, aber dieser ganze Rummel darum wochenlang vorher ist doch grässlich. Und dann erwischt es mich doch, irgendwann zwischen dem zweiten und dritten Advent. Ich fange an, Spendenaufforderungen zu sammeln, um das bisschen, dass ich spenden kann, auch den Richtigen zukommen zu lassen. Ich gehe abends an den Häusern mit Weihnachtsbeleuchtung in Vorgärten und Fenstern vorbei und zitiere in Gedanken Eichendorff „still erleuchtet jedes Haus“ – kennt das außer mir eigentlich noch jemand? Im Radio dudelt „Heal the world“ und „Last Christmas“ und ich erwische mich bei christlichen Gedanken. Hoffnung, Erlösung, Mitmenschlichkeit, und dann doch: was tun Menschen nicht alles, das Hoffnung zerstört und Mitmenschlichkeit missachtet. Wirklich nicht leicht, gerade in diesem Jahr, der hoffnungsvollen Weihnachtsstimmung Raum zu geben.




